Sonntag, 11. März 2018

Workcamp Marianne Center

Am Sonntag dem 4. März 2017 startete das Workcamp bei mir im Projekt im Marianne Center.
Mit einem Matatu voller fleißiger Helfer hat unser kleines abenteuer in Nairobi begonnen als wir gemeinsam nach Limuru gefahren sind. Aufgrund sehr starken Regens machte jedoch das Matatu auf mitten auf einem Hügel schlapp und somit ging das Große Rutschen los. Auch Schieben half nichts, wir waren einfach zu schwer.
Also hieß es "Alles aussteigen", das Auto leer gepackt und der Fußmarsch begann.
Etwas nass, kamen dann alle nach und nach im Marianne Center an und haben sich erst einmal aufgewärmt.
Was passiert übrigens wenn man mit 11 Helden los fährt? Richtig, irgendwas muss ja schief gehen und fast das ganze Essen wurde in Nairobi im Büro stehen gelassen, außer das Mehl, das wurde mit genommen.
Nachdem alle die Köpfe zusammen gesteckt haben und überlegt wurde was wir zum Abend essen machen, konnten wir dann einige Lebensmittel vom Projekt nehmen und somit doch ein ganz passables Abendessen zaubern.
Am nächsten Tag sind 2 weitere Freiwillige dazu gestoßen und haben uns die vergessenen Lebensmittel aus Nairobi mitgebracht.
Die ersten paar Tage waren etwas chaotisch, aber dann hat es doch sehr gut geklappt den Plan und die Arbeitsaufteilung so umzusetzen, das alle beschäftigt sind und etwas gemeinsam erreicht werden kann.
Wir haben uns ziemlich viel vorgenommen für dieses Workcamp, aber ich bin positiv davon überzeugt das wir es gemeinsam schaffen werden.
Die Freiwilligen helfen uns beim unterrichten, wir bauen einen Parkplatz, ein Hühnerhaus, wir werden die Klassenräume aufräumen und streichen und Regale bauen.
Es geht in die 2. Woche, mal schauen wie viel wir bis zum Ende der Woche schaffen.




























Dienstag, 27. Februar 2018

Halbzeit

Ich bin mittlerweile schon über 5 Monate in Kenya und es ist fast Halbzeit.
Wenn ich die letzten Monate so durch meinen gehen lasse, erscheinen ganz viele tolle Bilder von Ort, Menschen und Erlebnissen, aber auch gemischte Gefühle.
Es ist ein beeindruckendes und wunderschönes Land. Jedoch ist es als weiße Person, vor allem Frau, nicht immer ganz einfach klar zu kommen, wie die einheimischen mit einem Umgehen.
Davon abgesehen, habe ich aber ein super tolles Projekt wo mit jedem einzelnen Schüler und jede einzelne Schülerin, sowie auch die Kollegen wahnsinnig ans Herz gewachsen sind.
Trotzdem ist es noch ein langer Weg, da hier noch so viel getan werden muss. Aus finanziellen Gründen ist es nicht möglich mehr Lehrer einzustellen und für uns 3 Lehrer ( bzw. 1 Lehrerin und wir 2 Freiwillige) kaum umsetzbar uns um alle mittlerweile 38 Schüler zu kümmern, da eigentlich jeder und jede von ihnen Einzelbetreuung braucht, die wir aber nicht leisten können.
Zum Glück bekommen wir bald ein paar Spenden aus Deutschland. Meine liebe Mitfreiwillige Judith, hat eine super Familie, welche sich darum gekümmert haben noch ein paar Spenden zusammen zu bekommen, welche direkt zu uns kommen, damit wir das was nötig ist besorgen können.
Wir haben vor kurzem Stricknadeln für die Schüler gekauft, damit vor allem auch die neuen Schüler die Möglichkeit haben etwas zu lernen und nicht nur sitzen und warten bis der Unterricht vorbei ist, da meist einfach nicht genug Material vorhanden ist.
Außerdem haben wir bald ein „work camp“ , wo wir Unterstützung von anderen Freiwilligen bekommen, unter anderem auch die anderen 3 deutschen Freiwilligen.
Mit den Spenden und den Helfern, können wir aber tatsächlich hier was ändern.
Geplant ist, das die Klassenräume komplett ausgemistet und neu organisiert werden, wir wollen Bücherregale bauen, die Klassenräume neu streichen und das Schulmotto an die Wand malen.
Da wir aber noch viel mehr brauchen wie zum Beispiel Hefte, Schreibwaren und vor allem Schulbücher sind eure Spenden wichtig!
Falls ihr den einen oder anderen Euro übrighabt, denkt mal drüber nach was ihr damit, hier alles verändern könnt!
Jeder hat ein Recht auf Bildung, egal welches Land, welche Herkunft und welche soziale Wohlstand.
Helft mit das die Schüler hier gefördert werden können und wir ihnen eine Chance auf eine Zukunft geben können.



DANKE!



Montag, 26. Februar 2018

We worship together with some members of the church

Sonntags gehen wir meistens mit den Schülern in die naheliegende Kirche. Dieser Tag und vor allem die paar Stunden in der Kirche sind sehr wichtig für viele unserer Schüler. Auch wenn die Gottesdienste immer in Kikuyu sind (der Volkssprache des „Tribes“ Kikuyu) verstehen nicht alle Schüler was vor sich geht. Da aber viel gesungen und getanzt wird genießen alle das Beisammen sein und das gemeinsame „preisen des Herrn“.
Auch wenn ich nicht religiös bin, nicht an Gott glaube und auch nie in die Kirche gehe, mache ich das hier den Schülern zu liebe. Da manchmal einfach das Personal fehlt um mit denen in die Kirche zu gehen, also gehen wir dann hin und wieder mit, wenn wir im Projekt sind. Ich hatte auch schon einige ewig lange Diskussionen über den Glauben, da Kenianer sehr gläubig sind und viele es überhaupt nicht nach vollziehen können wieso ich es nicht bin.
Anyway, sind wir Sonntag mit den Schülern in die Kirche und nachmittags kamen viele der Kirchenmitglieder, die wir morgens dort angetroffen haben zu ins Marianne Center.
Gemeinsam haben wir gesungen, getanzt, gebetet und „we worshiped God“.
Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben uns außerdem Lebensmittel und Hygiene- und Pflegemittel mitgebracht. Mehl, Zucker, Maismehl, Süßigkeiten, Popcorn, ganz viel Obst und Gemüse, Seife und vieles weitere haben wir dankend entgegen genommen, sowie auch Geldspenden.
Nachdem die Kollegen sich vorgestellt haben, haben wir allen anwesenden erstmal erklärt was genau Marianne Center überhaupt ist, wer hier wohnt und einen Einblick in unsere Arbeit hier gegeben.
Es ist schön, das unsere Schüler von der Gemeinde akzeptiert werden und wir so viel Unterstützung in den letzten Wochen bekamen.

DANKE!










Dienstag, 20. Februar 2018

Wir besuchen das Projekt unseres Freundes aus dem Norden

Da wir ja noch Ferien haben, wollten wir diese sinnvoll nutzen und haben Ville, unseren lieben Freund und Freiwilligen aus Finnland in seinem Projekt besucht, da er in wenigen Tagen wieder zurück in die kalte Heimat fliegt. Er unterrichtet in einer Secondary school (Klasse 9. Bis 12.) in den Slums Naturwissenschaften. Der Schulleiter und die Kollegen haben uns herzlich in Empfang genommen und sich sehr über unseren kleinen Besuch gefreut und direkt gefragt, wann wir wieder kommen und unterrichten können :D . Damit auch jeder weiß, das wir da sind, hat der Schulleiter uns in jede Klasse mitgeschleppt und wir mussten uns überall namentlich vorstellen.
 Um natürlich auch zu sehen was der Ville so den ganzen Tag auf der Arbeit treibt, haben wir uns in seinem Chemieunterricht mit in die Klasse gesetzt und machten uns auch sofort nützlich da wir die Periodentafel halten mussten. Es ist auf jeden Fall komplett anders, als bei uns im Projekt. Klar, die Schüler haben ja auch ganz anderen Stoff den sie lernen, vom Inhalt her kann man das mit Realschule und Gymnasium vergleichen, zumindest das was wir in Mathe bei denen gesehen haben. Sämtliche Paragraphen, hoch irgendwas, ganz viele x, sah sehr nach hoher Mathematik aus. Auch wenn die Schüler etwas unruhig waren, haben sie sich trotzdem jedes Mal gemeldet. Dann haben wir uns eine Doppelstunde Englisch angeschaut, war super interessant, da die Schule ein Buch gelesen und dieses auch besprochen haben, nur waren wir so unfassbar müde, dass wir fast eingeschlafen wären.
Aber das Buch was die Schüler gelesen haben, war total interessant. Es ging um die Maasai und deren Kultur, steht schon auf meiner Bücherliste :D .
Nach vielem sitzen kam dann etwas Bewegung, PE (physical Education = Sport) stand auf dem Stundenplan. Da wir aber so furchtbar müde waren, haben wir uns das Spektakel nur vom Feldrand angeschaut. Der Versuch den Schülern bei zu bringen wie man eine Frisbee wirft, ist kläglich gescheitert, also wurde Ultimate Frisbee mit einem Ball gespielt, die Schüler hatten total Spaß und es sogar richtig professionell aus.
Nach dem Mittagessen haben wir einen kleinen Spaziergang gemacht und uns die Gegen angeschaut.
Der Unterschied in Kenya zwischen arm und reich ist bekanntlich ziemlich groß, aber wenn man mitten in einem Slum steht neben einer kilometerlangen riesigen Wand, welche die Trennung zwischen Slum und Reichenviertel ist, wird einem schon ganz komisch.
Als letztes hatten wir nochmal eine Chemiestunde aber diesmal bei den jüngeren. Nachdem Unterricht mussten wir dann auch wieder los und mussten den Lehrern versprechen wieder zu kommen.
Ca. 10 Minuten mit dem Matatu vom Projekt stand eine gigantische Mall, die größte in Ostafrika, die „Two Rivers Mall“. Ein riesen Gebäude, mit Giraffenskulpturen und Fontänen. Es gab sogar einen Laden von einem deutschen Modedesigner, Eugen Klein (noch nie gehört). Da wir uns eh nichts in der Mall leisten können (denn wir sind schließlich keine reichen Weißen, wie alle denken), haben wir nur noch was gegessen. Das hat auch erst Mal eine Weile gedauert, bei der Auswahl kann sich doch kein Mensch entscheiden! Letztendlich sind wir beim Mexikaner gelandet und alle waren glücklich und zufrieden.
Dann ging es auch wieder zurück und es hieß Abschied nehmen.
Das gehört nun mal dazu, wenn man ständig in der Weltgeschichte umher spaziert.
Wir sehen uns in Deutschland, Mann aus dem Norden! :D







Sonntag, 4. Februar 2018

Wir erkunden mal die Gegend

Es ist wieder Wochenende!
Mit insgesamt 11 Freiwilligen aus Deutschland, Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Finnland haben wir uns auf den Weg gemacht und wollten uns bisschen was außerhalb von Nairobi anschauen und da sind wir bei den 14 Waterfalls in Thika gelandet.
Naja wobei, bis wir wirklich dort gelandet waren, hat es eine Weile gedauert.
es ist gar nicht so einfach wenn man  mit so einer großen Gruppe einen Ausflug plant, aber es hat einigermaßen funktioniert. Fast pünktlich sind wir dann los und nach einer Weile in Thika angenommen.
Dort hat uns jedoch der Matatufahrer nicht richtig verstanden und wo anders raus gelassen.
Wir haben da auch einen Wasserfall gefunden, jedoch nicht den, den wir gesucht haben. Wir sind dann bisschen rumgelaufen und haben einen Spielplatz gefunden und konnten für eine kurze Zeit nochmal Kind sein :D
Dann haben wir sogar noch sowas wie einen Zoo gefunden wo wir ein paar Tiere begutachten konnten, faszinierend!
Ein kurzer Snack vor dem Tor eines Hotels, schon praktisch das so viele Menschen einfach Essen auf der Straße verkaufen. Kartoffeltaschen und Ananas als Stärkung und dann ging es auch schon weiter.
Wir konnten uns ein Matatu für uns alleine organisieren und wurden direkt zu den Wasserfällen gefahren. Leider ist es jedoch immer etwas anstrengend den Preis zu verhandeln, da es immer wieder vorkommt das wir abgezogen werden, vor allem wenn wir dann noch so eine große Gruppe Weißer sind. Nach langer Diskussion konnten wir uns doch einigen und sind dann los, hat ganz schön lange gedauert. Dort angekommen kam die nächste Überraschung und wir mussten wieder verhandeln.
Es ist schon unfair das man als Tourist 15 $ bezahlen muss um sich Wasserfälle anzuschauen die am Ende nicht mal so beeindruckend waren. Also konnten wir uns darauf einigen nur 500 KSH zu zahlen, ca. 3,50, da wir ja auch noch Kenyan Residents sind.
Bei den Wasserfällen angekommen war ich echt enttäuscht! Alles wahnsinnig verdreckt, überall Müll, das Wasser schäumte total vom Dreck,... traurig eigentlich.
Vorallem wenn man ständig hört wie sich so viele über den Dreck aufregen und dann im gleichen Moment aber was auf die Straße schmeißen. Und dann hat Kenia ja auch noch letztes Jahr das Plastiktütenverbot eingeführt, was aber gar nichts bringt, wenn der restliche Dreck auf die Straße oder ins Wasser geschmissen wird.
Ich hab mich so aufs Klippenspringen gefreut, aber als ich das Wasser gesehen hab wollte ich da definitiv nicht mehr rein! Und dann gings auch wieder los, das wir für alles zahlen müssen, sogar für einen kleinen Rundgang, aber da wir ja weiß sind, können wir uns das ja leisten,... eben nicht!
Wir haben uns dann dort etwas hingelegt, wenigstens das war umsonst.
Nach einer Weile sind wir dann auch wieder zurück, da wir alle kein Mittagessen hatten waren wir super hungrig!!
Auf dem Weg in die Stadt war ein Burgerladen wo wir  hin wollte, nur hat unser Google Maps uns bissle veräppelt und uns falsch aussteigen. Da es aber überall sehr liebe Menschen gibt, haben wir uns dann durchgefragt und sind dann doch noch beim Burgerladen angekommen und alle waren überglücklich :D

























Workcamp Marianne Center